SCARDANELLI QUARTETT

Vladimir Anochin, Violine
Mikhail Kibardin, Violine
Yuri Bondarev, Viola
Alexey Schestiperov, Violoncello

Das Ensemble wurde 1996 in Hamburg gegründet.

Das Scardanelli Quartett, das sind vier junge Leute, die sich in Deutschland weit hinter der Grenze ihrer Heimatländer getroffen haben. Alle vier stammen aus Musikerfamilien, sind seit frühester Kindheit mit ihren Instrumenten vertraut und haben vor der Übersiedlung nach Deutschland bereits die umfassende Ausbildung an den musikalischen Eliteinstituten ihrer Heimatländer durchlaufen. Jeder einzelne von ihnen verfügt nicht nur über langjährige solistische, sondern auch über kammermusikalische Bühnen- und Konzerterfahrung auf internationalen Podien.

Die Mitglieder des Scardanelli Quartetts erfuhren ihre kammermusikalische Ausbildung u.a. bei dem Tanejew Quartett, dem Guarneri Quartett und dem Beethoven Quartett (F. Drushinin). Das Quartett besuchte verschiedene Meisterkurse, u.a. bei Norbert Brainin (Amadeus Quartett, London), Walter Levin (LaSalle Quartett), Sigmund Nissel (Amadeus Quartett, London) und Franz Beyer (München).
Die vier Streicher konzertieren regelmäßig in Deutschland, das Quartett gastierte mehrfach in Frankreich und unternahm ausgedehnte Konzertreisen durch Südeuropa (u.a. im letzten Jahr Spanien-Tournee).
Als Kammerensemble, das sich aus Absolventen verschiedener Musikhochschulen zusammengesetzt hat, war es für die Arbeit des Scardanelli Quartetts von Anfang zwingende Voraussetzung, diszipliniert selbständig zu arbeiten, eigene künstlerische Ideen zu entwickeln und auch außerhalb des Angebotes einer einzelnen Hochschule nach Anregungen zu suchen. Im Zuge eines solchen Arbeitens hat das Quartett sehr bald damit begonnen, sich nicht allein mit der herkömmlichen Quartettliteratur, sondern zusätzlich mit zeitgenössischer Musik zu beschäftigen.

Das Quartett ist regelmäßiger Gast bei verschiedenen Konzertreihen und Festivals für zeitgenössische Musik. Das Scardanelli Quartett konnte daher bereits zahlreiche Uraufführungen - u.a. auch mit Werken, die für das Ensemble geschrieben worden sind - zum Bestandteil seiner Konzertprogramme machen. Von der Arbeit des Quartetts zeugen mehrere Rundfunkeinspielungen, u.a. beim Norddeutschen Rundfunk.

VLADIMIR ANOCHIN (www.anochin.de)
Violine

Vladimir Anochin, geboren in der russischen Stadt Samara, begann im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel. Als Achtjähriger debütierte er als Solist mit dem Symphonieorchester der Heimatstadt (W. A. Mozart, 5. Violinkonzert).
Mit 12 Jahren wurde er an der ‚Staatlichen Rimski-Korsakow-Spezialmusikschule für Hochbegabte Kinder’ in St. Petersburg aufgenommen. Im Anschluss an den Schulabschluss (mit Auszeichnung) bestand er mit 17 Jahren die Aufnahmeprüfung am St. Petersburger Rimski-Korsakow-Konservatorium, das er 23jährig mit Auszeichnung abschloss.
Anschließend absolvierte er ein fortführendes Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Während seines Studiums besuchte u.a. Meisterkurse bei Prof. Zachar Bron (Lübeck), Prof. Wolfgang Marschner (Freiburg), Prof. Nobert Brainin (Amadeus Quartett, London), Prof. Walter Levin (LaSalle Quartett), Prof. Sigmund Nissel (Amadeus Quartett, London) und Prof. Franz Beyer (München). 1997 wurde er Stipendiat der Deutschen Musikinstrumentenstiftung.
Als Gewinner und Preisträger mehrerer Wettbewerbe konzertierte er als Solist mit vielen namhaften Orchestern, z.B. mit der St. Petersburger Philharmonie, mit dem Litauischen Staatssinfonieorchester, dem Staatlichen Philharmonischen Orchester Samara und dem Bangkok Philharmonic Orchestra (Violinkonzerte von Tschaikowski, Brahms, Sibelius, Dvorák, Khatchaturian, Mendelssohn, Mozart, Prokofjew und Schostakowitsch). Tourneen führten ihn durch Israel, die Türkei, Asien und ganz Europa. In Deutschland trat er u.a. im Rahmen des ‚Musiksommer Mecklenburg Vorpommern’ und - in Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Rundfunk - auch beim Schleswig Holstein Musik Festival auf (solo und Kammermusik).
Als Musiker, dem nicht ausschließlich die Pflege des herkömmlichen Repertoires, sondern auch die Musik der Gegenwart am Herzen liegt, ist er außerdem als Interpret zeitgenössischer Werke sehr gefragt. Neben seinen Auftritten als Solist ist er überdies seit 1996 auch als 1. Geiger des in Hamburg gegründeten Scardanelli Quartetts zu hören, mit dem er viele Konzertreisen u.a. durch Deutschland, Skandinavien, Frankreich und Spanien unternahm.
Zu seinen Kammermusikpartnern zählen außerdem Musiker wie Alexey Lubimov, Alexander Ivanov und Moshe Aron Epstein.

Von den Stationen seiner Arbeit zeugen neben mehreren CD-Produktionen zahlreiche Rundfunkeinspielungen (u.a. Radio Classica St. Petersburg, Radio Jerusalem, NDR-Hamburg).


 

MIKHAIL KIBARDIN
Violine

Mikhail Kibardin wurde in Taschkent (Usbekistan) geboren. Den ersten Violinunterricht erhielt er als Sechsjähriger. Im Jahre 1986 wurde er mit Hauptfach Violine in die Klasse von Prof. Mendelssohn an der Uspensky-Hochschule in Taschkent aufgenommen. Schon kurze Zeit später nahm der junge Geiger sehr erfolgreich an ersten Wettbewerben teil (z.B. 1988: 1. Preis des Wettbewerbs der Republik Usbekistan; 1989: 2. Preis des großen UdSSR-Wettbewerbs für junge Violinisten; 1991: 2. Preis des Internationalen Wettbewerbs für Streichinstrumente in Taschkent). Als Solist des Usbekischen Rundfunkkammerorchesters und des Moskauer Kammerorchesters ‚Akademie’ war Mikhail Kibardin schon von Anfang an im kammermusikalischen Bereich sehr aktiv. Er bereiste die ehemaligen Sowjetrepubliken und ganz Europa (u.a. Portugal, Frankreich, Spanien, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn) und konzertierte angefangen beim Duo bis hin zum Quartett in den verschiedensten kammermusikalischen Besetzungen. Daneben ist er auch regelmäßig als Solist zu hören gewesen (u.a. 1995 Solist des Beethoven-Violinkonzerts in Deutschland und Frankreich mit dem Etlingen-Sinfonie-Orchester, 2003 als Solist des Glasunow-Violinkonzerts mit den Hamburger Symphonikern.) 1995 führte ihn sein Weg nach Hamburg, wo er das Studium an der Hochschule für Musik und Theater fortsetzte, sein Diplom mit Auszeichnung ablegte und anschließend ein Aufbaustudium (Konzertexamen) absolvierte. Die Teilnahme an verschiedenen internationalen Meisterkursen (u.a. bei Ivry Gitlis, Yfrah Neamann, dem Beaux Art Trio und dem Guarneri Quartett) vervollkommnete seine Ausbildung.
Mikhail Kibardin ist Preisträger des Internationalen Wettbewerbs in Gernsbach, des Elise Meyer-Wettbewerbs Hamburg und Stipendiat der Oskar und Vera Ritter Stiftung in Hamburg.

 

YURI BONDAREV
Viola

Yuri Bondarev wurde 1982 in Leningrad (St. Petersburg), Russland geboren. Von 1988-1997 besuchte er die Klasse von Prof. Schallmanns an der Musikschule „Wassiljewski Ostrov“ in St. Petersburg. 1997-2001 studierte er unter Prof. Andreev am Musikcollege des St. Petersburger Konservatoriums. 2001-2006 Studium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin bei Prof. S. Picard und Prof. M. Mücke. Studium bei Prof. Tatjana Masurenko an der Musikhochschule Leipzig.
Im Laufe seiner jungen Karriere nahm Yuri Bondarev an zahlreichen Festivals und Konzertreihen teil, besuchte mehrere Meisterkurse in Deutschland, Österreich, der Türkei und Slowenien. Als Solist und Konzertmeister des St. Petersburger Jugend Orchesters trat er in mehreren europäischen Ländern (u.a. in Deutschland, Russland, Finnland, Spanien, Frankreich, Schweden) auf . Darüber hinaus regelmäßige Mitwirkung bei der Kammerphilharmonie Amadé, European Youth Chamber Orchestra u.a., sowie zahlreiche Solo- und Kammermusikauftritte in Europa und Russland.

 

ALEXEY SCHESTIPEROV
Violoncello

Alexey Shestiperov wurde in St-Petersburg geboren. Mit sieben Jahren begann er Cello bei Prof. Galina Kononenko zu lernen. Mit neun Jahren spielte er sein erstes Konzert mit Orchester. Als Zehnjähriger nahm er erfolgreich am städtischen Wettbewerb für junge Cellisten teil, bei dem er bis in das Finale kam. Als Solist und Mitglied verschiedener Ensembles unternahm er mit elf Jahren Konzertreisen in die USA, Polen, Deutschland und Griechenland.Nachdem er im Jahr 1993 Meisterkurse bei Prof. Anatoly Nikitin (Fachgruppenleiter der Abteilung für Streichinstrumente) besuchte, wurde er zum Studium an der "Musikschule für begabte Kinder", welche dem St.-Petersburger Konservatorium angehört, eingeladen. Dort setzte er sein Studium bei Prof. Elena Dernova fort. Im Laufe der Jahre entstand eine Streichquartettformation, mit der er sieben Jahre zusammenarbeitete. Ergebnisse dieser Arbeit waren der 1.Preis beim Gartow-Wettbewerb (St.-Petersburg,1999), der 3.Preis beim Max Reger - Wettbewerb (Sondershausen 2002) und vier CD-Aufnahmen mit Werken russischer Komponisten. Gleichzeitig hatte er zahlreiche Engagements als Solist. Im Jahr 1998 erhielt er den 4.Preis beim Internationalen Wettbewerb in Dresden, im Jahr 2001 den 3.Preis beim Beethoven Wettbewerb in St.-Petersburg. Er nahm an Meisterkursen bei M.Rostropovitch (Sankt-Petersburg), Gert von Bülow (Rostock), Wolfgang Boettcher (Berlin) und Bruno Cockse (Frankreich) teil. Sein Repertoire umfasst u.a. Werke von Haydn, Saint-Saens,Tschaikowsky und Schostakowitsch, welche er mit verschiedenen Orchestern aufführte.
Seit der Zeit seines Studiums (1998-2003) am St.-Petersburger Konservatorium bei Prof. Anatoly Nikitin ist er Mitglied des St.-Petersburger Celloensembles. 2003 folgte eine Berufung als Assistent von Prof. Nikitin.
Alexey Schestiperov Yuri Bondarev Mikhail Kibardin Vladimir Anochin Yuri Bondarev Alexey Schestiperov Vladimir Anochin Mikhail Kibardin